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Jugendreferat des Blindenapostolats Österreich

Jugengruppe des BlindenapostolatsDer Fachbereich Jugendarbeit organisiert Veranstaltungen für blinde und sehbehinderte Jugendliche und junge Erwachsene mit christlich-spirituellem Hintergrund. Wir vertreten die Interessen Jugendlicher in den Gremien des BAÖ und stellen uns die Aufgabe, junge Menschen für die Aktivitäten des Blindenapostolats zu interessieren, ja zu begeistern.

Auf internationaler Ebene besteht eine enge Vernetzung mit den Partnerorganisationen aus den anderen deutschsprachigen Ländern. Nähere Informationen über unsere Tätigkeiten, Ziele und Motivation findest Du in unserem Leitbild.

Wenn Du Dich für unsere Arbeit interessierst, kannst Du uns jederzeit hier eine Nachricht schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

Gerne stellt auch das Sekretariat des Blindenapostolats Wien unter Tel.: (01) 515 52-3305 Durchwahl den Kontakt zu uns her.

Kontakt:   

Jugendreferat des Blindenapostolats Österreich
Telefon: (01) 515 52-3305 Durchwahl

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Geht Jugend wirklich ab?

Raphael Spitzer, Jugendreferent des Blindenapostolats, nahm im Jänner 2012 an der Österr. Pastoraltagung in Salzburg zum Thema „Jugend" teil. Über seine Eindrücke berichtet er:

„…Das bewusst doppeldeutig formulierte Tagungsthema „Jugend geht ab“, das freilich vor allem die Sorge um die Zukunft der katholischen Jugendpastoral zum Ausdruck bringt, war auch für mich ein willkommener Anlass, die Gelegenheit zur Wissensvertiefung und zum Austausch mit anderen „Jugendarbeitern“ wahrzunehmen.

Von den zahlreichen Aspekten, unter denen Jugendpastoral in Vorträgen, Diskussionen, Gruppenarbeiten und Workshops erörtert wurden, erscheinen mir aus Sicht des BAÖ besonders zwei interessant. Prof. Martin Lechner von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern die Notwendigkeit einer subjektbezogenen Jugendarbeit: Es sei wichtig, Jugendliche in ihrer Eigenart, mit all ihren Stärken und Schwächen, zu respektieren und zu fördern, ohne gleich eine „Gegenleistung“ (etwa durch regelmäßigen Messbesuch) einzufordern. In diesem Zusammenhang ergab sich übrigens eine spannende Debatte über die Balance zwischen in- und exklusiven Pastoralformen, die ja auch und gerade für die Behindertenpastoral von entscheidender Bedeutung ist.

Prof. Hildegard Wustmans von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz schlug in ihrem Referat eine faszinierende Brücke zur Soziologie, indem sie Ansätze von Pierre Bourdieu für die kirchliche Jugendarbeit fruchtbar zu machen suchte: Nach Bourdieu speist sich das menschliche Leben aus verschiedenen „kulturellen Kapitalien“, deren Ausschöpfung zu einer bestimmten Lebens- und Verhaltensform, dem „Habitus“, führt; dieser ist jedoch durch „Investition“ in andere Kapitalien veränderbar.

Bezogen auf das Verhältnis von Kirche und Jugend ergibt sich daraus eine Wechselwirkung: Durch Investition in das „Kapital Jugend“ kann die Kirche ihren Habitus verändern und damit auch wieder mehr Jugendliche ansprechen. Prof. Wustmans plädierte dafür, nicht nur „Einladungen“ an Jugendliche auszusprechen, sondern sich auf das Risiko einer „Pastoral der Hoffnung“ einzulassen. Umgekehrt – und dies ist nach meiner Einschätzung für die Arbeit mit behinderten Jugendlichen ganz besonders wichtig – können wir den jungen Menschen ein Kapital anbieten, worin sie investieren und wodurch sie möglicherweise ihren Habitus zum Positiven hin verändern können."